Darum könnten Bohnen die Welt retten

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Bildquelle: WESERGALERIE (A. Arnemann) / pixelio.de

Bohnen könnten unsere Welt retten. Und damit meine ich natürlich nicht Bohnen aus Blei, sondern die zum Essen. Lecker mit Lauch und Zwiebeln, wie man es oben im Bild sieht. Mjummy!

Lange lebe die Bohne – und wer sie isst

Hülsenfrüchte, darunter auch Bohnen, sind sehr gesund. Auf unserer Erde gibt es so genannte „Blue Zones“. Das sind weltweit 5 Gebiete, in denen Menschen besonders lange und gesund leben. Alle Blue Zones haben unter anderem gemeinsam, dass die Menschen dort regelmäßig Hülsenfrüchte, also Bohnen, Erbsen, Soja, Linsen, Kichererbsen usw. essen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hülsenfrüchte der wichtigste essbare Grund für ein langes Leben sein könnten!

Bohnen sind gesund!

Dazu sind Hülsenfrüchte beispielsweise ein toller Protein-Lieferant. Vor allem die kritische Aminosäure Lysin ist in vielen Hülsenfrüchten reichlich vorhanden. Zusammen mit Getreide, welche viel Methionin (die andere kritische Aminosäure) besitzen, bilden sie ein perfektes Protein-Team! Linsen mit Spätzle, Reis mit Linsendal, Bohnen mit Mais – so lauten einige der perfekten Proteinlieferanten! Erdnüsse sind übrigens auch Hülsenfrüchte und haben sogar mehr Protein pro 100g als ein Steak!

Auch beeinflussen alle Hülsenfrüchte den Blutzuckerspiegel positiv und schützen so vor Diabetes Typ II. Das nennt man auch den „second meal effect“. „Second meal“ („zweite Mahlzeit“), weil durch eine Mahlzeit mit mindestens einer Portion Hülsenfrüchten der Blutzuckerspiegel auch eine Mahlzeit später noch positiv beeinflusst wird. Man kann also Mittags Bohnen essen, und wenn man dann abends eine Packung Gummibärchen nascht, schießt der Blutzucker nicht ganz so heftig durch die Decke, wie er es ohne die Bohnenmahlzeit getan hätte.

Hülsenfrüchte erhalten dazu eine Menge wertvoller Ballaststoffe. Diese werden zum Beispiel von gesunden Darmbakterien gebraucht, helfen gegen Verstopfung und können außerdem dabei helfen, ohne Hungergefühl ein gesundes Gewicht zu erreichen und zu halten – und das sind nur ein paar ihrer Vorzüge!

Bohnen schützen die Umwelt!

Außerdem sind Bohnen im Vergleich zu Fleisch sehr umweltfreundlich. Die größte Vereinigung von Ernährungsexperten weltweit, die  „Academy of Nutrition and Dietetics“ (ADA) schreibt dazu: „Um 1 kg Protein von Kidneybohnen zu produzieren, (ver-)braucht man 18 Mal weniger Land, 10 Mal weniger Wasser, 9 Mal weniger Treibstoff, 12 Mal weniger Dünger und 10 Mal weniger Pestizide im Vergleich zur Produktion von 1 kg Protein aus Rindfleisch.“ (Direktlink). Wenn das mal keine klare Aussage ist!

Jedes Böhnchen ein Tönchen?

Und wer trotz all dem immer noch Bedenken gegenüber Hülsenfrüchten hat, weil die ja den Ruf haben, unangenehme „Tönchen“ zu verursachen: Wissenschaftler fanden heraus, dass mindestens die Hälfte der Teilnehmer ein wissenschaftlichen Studie damit gar keine Probleme hatten. Und bei allen anderen hat sich bereits nach wenigen Wochen die Verdauung an die neue Nahrung gewöhnt. Somit kann man hier von „Übergangsmusik“ sprechen. Dabei kann auch helfen, wenn man mal verschiedene Hülsenfrüchte ausprobiert und dann schaut, welche am besten passt, haben Wissenschaftler herausgefunden. Unterm Strich heißt es: Dran bleiben und sich von ein bisschen heißer Luft nicht einschüchtern lassen.

Fun Fact: Weil Hülsenfrüchte so gesund und gut für die Umwelt sind, versuchen Wissenschaftler im Auftrag der Regierung gerade herauszufinden, wie der oder die Deutsche seine Musikangst überwinden kann und bereit ist, mehr Hülsenfrüchte zu essen.

Resümee

Schutz vor Diabetes, ein Beitrag zur eigenen Langlebigkeit und Gesundheit, wertvolle Quelle für Proteine und Ballaststoffe und dazu die Bewahrung von Wasser, Umwelt und Klima. Wenn das mal nicht eine Pflanzengruppe mit Weltfrieden-Potenzial ist!

Die Bohne in Ton und Bild

Und wer noch mehr über diese tolle Pflanzengruppe wissen will: Hier geht s lang zur WDR-Doku „Bohnen, Erbsen, Linsen: Power-Hülsen neu entdeckt“.

 

2 Gedanken zu “Darum könnten Bohnen die Welt retten

  1. Lieber Mysteriöser Blogger,
    Sehr fein geschrieben. Auch wenn Linsen und Spätzle für einen veganer irgendwie nicht direkt eine Option sind 😀 Hierzu will angemerkt sein, dass Bohnen unwahrscheinlich lange kochen müssen, und wer auf den Geschmack kommt, sich Gedanken machen kann, ob ein Dampfkochtopf nicht eventuell eine kluge Idee wäre?! Angeregt durch deinen Beitrag werde ich demnächst meinen Slowcooker zum Einsatz bringen und Baked Beans eine Chance geben. ENERGIE!

    Gefällt 1 Person

    • Lieber RoboCopster,
      danke man, das freut mich sehr!
      Glücklicherweise gibt es auch vegane Varianten von Linsen mit Spätzle, aber ich weiß was du meinst ;-). Ich werde das bald mal ausprobieren, da ich nach dem Ansehen der im Artikel erwähnten WDR Doku übelst Bock auf Linsen mit Spätzle bekommen habe^^. Darin kommen nämlich u.a. schwäbische Linsenbauern vor; sowie eine Linsen-mit-Spätzle Kochstunde am Ende. Oh yeah.
      Was das Thema Kochzeit angeht: da kann ich rote Linsen empfehlen, die brauchen in etwa so lange wie Nudeln (10-15 min). Bei Bohnen und Kichererbsen nehme ich oft Produkte aus dem Glas/Dose…
      Dann bin ich mal gespannt wie deine Baked Beans werden!

      Der mysteriöse Blogger a.k.a ominöse Autor.

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