Mensch vs. Tier – Teil 2

Tofuburger_by_Renée Ries_pixelio.de

Bild: Tofuburger by Renée Ries / pixelio.de.

„What is the difference between humans and animals, which, if present in humans instead of animals would justify treating humans in the way we are proposing treating animals?“

„Was ist das das Tier vom Mensch unterscheidende Merkmal, welches, falls im Menschen statt im Tier vorhanden, rechtfertigen würde, Menschen so zu behandeln, wie wir üblicherweise Tiere behandeln?“

Isaac Brown, a.k.a. Ask Yourself

Der Filter gegen moralische Inkonsistenz.

Das folgende Gedankenspiel zeigt, dass jemand, der es für unmoralisch hält, Menschen ohne guten Grund zu töten, aber das Töten von Tieren ohne guten Grund billigt, mit einer Doppelmoral (= die selbe Behandlung verschiedener Gruppen wird ohne sachlichen Grund unterschiedlich ethisch bewertet) lebt.

Entweder du bist der Ansicht, dass:
a) Moralische Entwertung von etwas (z.B. Stein, Pflanze, Mensch, Tier) eine Rechtfertigung verlangt. -> Dann musst du die moralische Entwertung von Tieren begründen.

b) Moralische Entwertung von etwas keine Rechtfertigung verlangt. -> Dann kannst du aber nichts mehr gegen z.B. die moralische Entwertung von Juden sagen, dann wäre der Holocaust ethisch gerechtfertig gewesen.

Wenn du dich für a) entscheidest, kannst du nicht einfach eine Rechtfertigung in einem Fall (Kontext) akzeptieren und in einem anderen Fall (Kontext) ablehnen.

Du kannst nicht sagen: „Es ist okay, Tiere zu töten, weil sie weniger intelligent sind, aber es ist trotzdem nicht okay, weniger intelligente Menschen zu töten.“

Du kannst auch nicht argumentieren: „Es ist okay Tiere zu töten, weil Tiere keine Menschen sind.“ Wärst du damit einverstanden, dich zu töten, wenn dein Bewusstsein in den Körper eines nicht-menschlichen Körpers übertragen würde?

Wenn du trotzdem so argumentierst, hälst du einen Doppelstandard (Doppelmoral).

Dieser Argumenationskomplex ist mir vom Youtuber Ask Yourself bekannt. Sein Originalvideo, auf dem mein Text hier basiert, gibt es hier:

Eine sehr anschauliche Version dieses Gedankenspiels mit deutschen Untertiteln gibt es von Kevin Staudt hier:

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