Why Christianity can be Toxic

[Weiter unten gibt es eine Deutsche Übersetzung des Videos.]

Credit for this video goes to

Here is a link to Sam Harris‘ orginial speach, in case the video above might be removed from youtube.

My thoughts on the topic

One problem which I see here is the general absence of any logic and intellectual honesty when it comes to defending the christian believe system, as Harris describes it in his speach. If something bad happens, god is „mysterious“. If something good happens, it is a proof that „God is good“. This lack of intellectual honesty is poison for a peaceful future and the necessary discussions to reach this future.

Another problem is to use your own religion as an excuse of your (lack of) actions. „Everything is good that god sais it’s good“ and not what you think is good after honest thinking about reasonable arguments (Divine Command Theory). To change the world in a sustainable positive way, to provide a good future for our children, to use your time and energy to focus on economical justice, world peace, education and equal oppurtunities at birth is only of second importance in the Christan (and other) belief system. Not because there is a good reason to put it second – but because „God sais so“. For example that converting, reading the bible and praying is more important. Therefore, if you are the average Christian believer, you will – because of your Christian beliefs – waste a lot of time on unimportant or even contraproductive things instead of focusing on the really important and good things that you could do.

Summary: Instead of changing the world in way that you would like it to be (peaceful, hopefully) many Christians cling to there religious dogma that „god will make everything good in the end“. This often leads to a shift of their priorities in a bad way.

“If we believe absurdities, we shall commit atrocities“

„Wenn wir Absurditäten glauben, werden wir Gräueltaten begehen.“

Voltaire (1694-1778)

Meine Gedanken dazu

Ein Problem, das ich hier sehe, ist die grundsätzliche Abwesenheit jeglicher Logik und intellektueller Ehrlichkeit bei der Verteidigung des Christentums, wie sie Harris beschreibt. Wenn etwas Negatives passiert, ist Gott „unergründbar“. Wenn etwas Positives passiert, ist es ein Zeichen der Güte Gottes. Dieser Mangel an intellektueller Ehrlichkeit ist Gift für eine friedliche Zukunft und für die notwendigen Diskussionen auf dem Weg dahin.

Ein weiteres Problem ist das Verstecken hinter den Dogmen der eigenen Religion. All das ist gut, was Gott sagt, weil das per Definition richtig ist, und nicht, was man nach eigenem Verstand und Nachdenken für richtig hält (Divine Command Theory). Die Welt nachhaltig positiv zu verändern, unseren Kindern eine schöne Zukunft zu ermöglichen, seine Energie in ökonomische Gerechtigkeit, Weltfrieden, Bildung und Chancengleichheit zu investieren, wird im Christentum (und anderen Religionen) als zweitrangig erachtet. Nicht weil es einen rationalen Grund dafür gibt – sondern weil Gott gebietet, dass z.B. die Missionierung wichtiger ist und die Erde sowieso neu geschaffen wird. Gerade letzteres wirkt nicht gerade motivierend auf Christen, mit der Erde respektvoll und nachhaltigkeitskompatibel umzugehen.

Zusammengefasst: Statt die Welt so zu verändern, wie man sie gerne hätte, klammert so mancher Christ sich an die Hoffnung, das Gott am Ende alles gut machen wird. Das hat oft einen betäubenden Effekt auf das eigene Handeln und kann zu einer negativen Verschiebung von Prioritäten führen.

Deutsche Übesetzung des Videos

Jedes Jahr sterben 9 Millionen Kinder bevor sie das 5. Lebensjahr erreichen. Stell dir einen asiatischen Tsunami vor, wie es ihn im Jahr 2004 gab, der eine viertel Millionen Menschen tötete. Einer von denen, alle 10 Tage, der nur Kinder unter 5 tötet. 24.000 Kinder am Tag, 1000 pro Stunde, ca 17. pro Minute. Das heißt, bevor ich zum Ende dieses Satzes komme, werden höchstwahrscheinlich ein paar wenige Kinder unter 5 in Furcht und unter Todeskämpfen gestorben sein.

Denke an die Eltern dieser Kinder. Denke an die Tatsache, dass die meisten von ihnen an Gott glauben und genau in diesem Moment dafür beten, dass ihre Kinder verschont werden. Und ihre Gebete werden nicht erhört werden. Jeder Gott, der es erlaubt, dass Millionen von Kindern auf diese Art und Weise leiden und sterben und deren Eltern auf diese Weise trauern, kann entweder nichts dagegen tun oder es ist ihm egal. Er ist deshalb entweder machtlos oder böse.

Und es kommt noch schlimmer: die meisten dieser Menschen werden in die Hölle kommen, da sie zum falschen Gott gebetet haben.

Denk mal darüber nach. Sie selbst machten nichts falsch; sie wurden einfach in die falsche Kultur hinein geboren, daher hatten sie eine falsche Theologie und die wahren Offenbarungen nie gekannt. Allein in Indien gibt es 1,2 Milliarden Menschen. Die meisten von ihnen sind Hindus und daher Polytheisten. Ganz egal wie gut diese Menschen leben sind sie verdammt. Wenn du zum Affengott „Hanuman“ betest, bist du verdammt.

Du wirst für immer in der Hölle gefoltert werden. Gibt es auch nur einen geringsten Hinweis dafür, dass das stimmt? Nein. Es steht nur geschrieben in Markus 9, Matthäus 13 und Offenbarung 14. Vielleicht erinnerst du dich daran, dass im Buch „Der Herr der Ringe“  steht, dass wenn die Elfen sterben, sie nach Valenor gehen, aber sie können in Mittelerde wiedergeboren werden. Ich sage das nur so als Vergleich.

Gott hat also die kulturelle Isolation der Hindus erschaffen, er hat die Umstände ihrer Tode – in Unwissenheit der wahren göttlichen Offenabrung – bestimmt, und dann hat er die Strafe für diese Unwissenheit erschaffen, nämlich eine Ewigkeit der Qualen im Feuer bei vollem Bewusstsein.

Auf der anderen Seite könntest du einer der meist gesuchtesten Serienkiller in Amerika sein, der sein Leben damit verbrachte, Kinder zu vergewaltigen und zu töten, und du musst einfach nur kurz vor dem Tod zu Jesus kommen; und nach der Henkersmahlzeit wirst du eine Ewigkeit im Himmel nach dem Tod verbringen. Es sollte kristallklar für dich sein: diese Vorstellung vom Leben hat absolut nichts zu tun mit moralischer Verantwortlichkeit.

Und bitte bemerke den Doppelstandard, der verwendet wird, um Gott von all diesem Bösen zu entlasen. Uns wird erzählt, dass Gott liebend, und gütig, und gerecht, und immanent (von seinem Wesen her) gut ist. Und wenn jemand wie ich zeigt, dass offensichtlich das Gegenteil der Fall ist, nämlich dass Gott grausam und ungerecht sein muss [wenn es ihn gibt], weil er Unschuldige mit Leid heimsucht, und zwar in einer Größenordnung, die selbst für die ambitioniertesten Psychopathen beschämend wäre, erzählt man uns, dass Gott eben „mysteriös“ („unergründlich“) ist. „Wer kann den Willen Gottes begreifen?“

Aber es ist exakt dasselbe Verständnis [Argumentation] vom Willen Gottes, das Gläubige benutzen, um überhaupt die Güte Gottes ursprünglich zu begründen. Wenn einem Christen etwas gutes passiert, z.B. fühlt er sich gut, während er betet, oder er sieht eine positive Veränderung in seinem Leben, dann wird daraus geschlussfolgert, dass Gott gut ist. Aber wenn zehntausende von Kindern von den Armen ihrer Eltern entrissen werden und ertrinken, sagt man uns „Gott ist mysteriös“. So spielt man Tennis ohne Netz.

Und ich möchte dir nahe legen, dass es nicht nur ermüdend ist, wenn ansonsten intelligente Menschen so reden, es ist moralisch abzulehnen. Diese Art von Glauben ist die Perfektion von Narzissmus: „Gott liebt mich, weißt du das nicht? Er hat mich von meinem Hautausschlag geheilt. Er macht, dass ich mich beim Singen in der Kirche sooo gut fühle. Und gerade, als wir schon die Hoffnung aufgeben wollten, haben wir einen Bankier gefunden, der bereit war, die Schulden(?) meiner Mutter zu reduzieren.“

Wenn man in Betracht zieht, was dein Gott alles nicht erreicht – im Leben von anderen; wenn man das Leid in Betracht zieht, dass genau in diesem Moment einem unschuldigen Kind widerfährt, ist dieser Art von Glaube obszön. So zu denken, offenbart das Versagen darin, ehrlich zu argumentieren oder das Versagen darin, das Wohlbefinden anderer Menschen ausreichend ernst zu nehmen. Und angenommen, Gott ist gut und liebend und gerecht und gütig, und will uns moralisch mit einem Buch leiten, warum sollte er uns ein Buch geben, das Sklaverei unterstützt? Warum sollte er uns ein Buch geben, dass uns dazu ermahnt, Menschen für imaginäre Verbrechen wie Hexerei zu töten?

Natürlich gibt es einen Weg, diese Fragen einfach nicht zu beherzigen: „Gott ist nicht an moralische Pflichten gebunden, Gott muss sich nicht gut verhalten; was immer er befiehlt ist gut. Wenn er den Israeliten befiehlt, dass die Amalekiter ausgemerzt werden sollen, ist das in sich (intrinsisch) gut, weil Gott es befohlen hat.“ Das ist eine von Grund auf psychopathische und psychotische moralische Einstellung. Sie ist psychotisch, weil sie komplett wahnhaft ist. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass wir in einem Universum leben, dass von einem unsichtbaren Monster namens „Jahwe“ regiert wird. Aber diese Einstellung ist psychopathisch, weil sie komplett losgelöst ist vom Wohlbefinden von Menschen und so einfach das Gemetzel von Kindern rationalisiert.

Denk nur einmal an die Muslime in diesem Moment, die sich selbst in die Luft sprengen, überzeugt davon, dass sie Gottes Willen ausführen. Aber sie beten zum falschen Gott. Wenn sie den richtigen Gott hätten, wäre das, was sie tun, gut – wenn man der „Divine Command Theory“ [„Alles was Gott als gut bezeichnet, ist gut.“] glaubt.

Damit will ich natürlich nicht sagen, dass alle religiösen Menschen Psychopathen und Psychoten sind. Aber genau das ist für mich der wahre Horror von Religionen: Dass sie anständige und geistig gesunde Menschen dazu bringen, milliardenfach etwas zu glauben, was nur Irre isoliert glauben könnten. Wenn du morgen früh aufwachst und denkst, dass das Sprechen einiger lateinischer Wort über deinen Pfannkuchen diese in den Körper von Elvis Presley verwandeln, dann hast du deinen Verstand verloren. Aber wenn du ungefähr das gleiche über ein Stück Brot und den Körper von Jesus denkst, bist du einfach nur ein Katholik.

Und ich bin nicht die erste Person, die feststellt, dass es eine sehr merkwürdige Form eines liebenden Gottes ist, der die Erlösung/Rettung davon abhängig macht, ob man an ihn glaubt, und für seine Existenz dann nur schlechte Belege zu Verfügung stellt. Wenn du natürlich 2000 Jahre früher gelebt hast, gab es wohl gute Belege, die heute nur überliefert sind, aber anscheinend wurde es ihm zu anstrengend, weiterhin in dieser Hinsicht hilfreich zu sein. Und wir haben heute die Last, nur noch eine unwahrscheinliche Glaubenslehre als Beleg  zu haben. Und der Aufwand, der betrieben werden muss, um diese Glaubenslehre mit dem, was wir heute über den Kosmos und die allzu menschlichen Quellen der Bibel wissen, auszugleichen, wird immer größer und das zu tun immer schwerer.

Und es gibt [im Christentum] ja nicht nur den allgemeinen Gott, sondern Gott den Vater und Jesus, den Sohn. Und das Christentum ist [gemäß des Christentums] der wahre moralische Schatz der Welt. Und ich teile es euch nur ungern mit, aber das Christentum ist ein Menschenopfer-Kult. Das Christentum ist keine Religion, die Menschenopfer ablehnt, sondern eine Religion, die ein einzelnes Menschenopfer feiert als wichtigsten Faktor.“Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab.“ (Johannes 3,16). Die Idee ist: Jesus erlitt die Kreuzigung, damit keiner in der Hölle leiden muss. Abgesehen von den Milliarden in Indien und die Milliarden anderen, die im Laufe der Geschichte gelebt haben und dasselbe Schicksal erwarten [zum Beispiel der Autor dieses Blogs]. Diese Glaubenslehre stellt eine verachtenswerte Geschichte von wissenschaftlicher Ignoranz und religiöser Barbarei dar.

Wir stammen von Menschen ab, die üblicherweise ihre Kinder unter dem Fundament neuer Gebäude begraben haben, als Opfergabe an ihre imaginären Götter. Denk mal darüber nach. In einer rießigen Anzahl an Kulturen haben Menschen ihre Kinder in den Löchern der Grundpfeiler ihrer Gebäude begraben, Menschen wie wir, weil sie dachten, dass das ein unsichtbares Wesen davon abhalten würde, ihre Gebäude nieder zu reißen. Diese Art von Menschen haben die Bibel geschrieben.

Wenn es weniger moralische moralische Rahmenbedingungen gibt, habe ich nicht davon gehört.

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